Über

Die Engagementpreis-Stiftung vergibt Preise für faszinierendes, neues soziales Engagement. In den letzten sechs Jahren hat die Engagementpreis-Stiftung 18 Preise mit einem Preisgeld von über € 30.000,- verliehen. Die jüngste Preisverleihung fand am 7. Juli 2017 in Erfurt statt.
 

Gewinner/innen 2017

Ziegen für Vialet

Ziegen für die Selbstständigkeit

In Vialet sind arbeitslose junge Erwachsene bedroht von Hunger und Not. Das Projekt „Ziegen züchten zur Existenzgründung” kämpft nachhaltig gegen Perspektivlosikgeit und Armut. Junge Menschen werden in die Lage versetzt, sich selbst zu helfen: die Ziegen schaffen eine Existenzgrundlage für die Empfänger und jeweils ein Zicklein geht zurück an das Projekt, um dadurch weitere Menschen in der Gemeinde zu stärken.
Ort: Vialet, Petit-Goâve, Haiti

Frauen wählen für die Zukunft Pakistans

Politische Aufklärung für Frauen

Seit sechzig Jahren hat nicht eine Frau in dem Dorf Gagh im Bezirk Khushāb ihr Recht zu wählen wahrgenommen. In dem traditionell patriachalisch geprägten Gebiet ist die politische Teilhabe den Männern vorbehalten. Das Projekt "Mera Vote - Mera Mustaqbil" (Meine Wahl - Meine Zukunft) leistet Aufklärungsarbeit und ermächtigt die Frauen vor Ort, ihre Stimme für ihre Zukunft einzusetzen.
Ort: Gagh, Khushāb, Punjab, Pakistan

Perspektiven durch sportliche Unterstützung

Fußballturnier für Kinder und Jugendliche

Fußball steht für Hoffnung in Gbanjor. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Während es kaum öffentliche Gelder für die sportliche Betätigung von Kindern und Jugendlichen gibt, richtet das "The Ballon Dieu Youth Football Club Project" ein Turnier für Spieler und Spielerinnen zwischen 15 und 21 Jahren aus. So werden die jungen Menschen in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und damit die ganze Gesellschaft unterstützt.
Ort: Gbanjor, Montserrado County, Liberia

Gewinner/innen 2016

Wasser für Kleinbauern

Regenwassergewinnung in Trockengebieten Kirgistans

Schwankende Regenfälle gefährden Kleinbauern in den Trockengebieten Kirgistans. Die Gewinnung von Regenwasser ist eine einfache und günstige Möglichkeit, sich dem Klimawandel anzupassen. In der Gemeinde Shybran im Süden Kirgistans hängt das Überleben von 90% der Einheimischen von der Landwirtschaft ab. Das Projekt schützt die Wasserspeicher gegen Verdunstung und führt Ressourcenplanung für Wasser ein.
Ort: Shybran, Kirgistan

Rettet unsere Zukunft

Unterricht gegen sexuellen Missbrauch von Kindern

Kinder aus der ersten bis zur fünften Klasse erhalten in ihren Schulen Informationen, was sexueller Missbrauch ist und wie sie sich dagegen wehren können. Insbesondere in Regionen mit niedrigem Einkommen mangelt es an Bildungsmaterialien und Unterrichtsinhalten zum Thema. Gemeinsam mit Teach For India liefert das Projekt den Schulen kindgerechte Unterrichtsmaterialien. Gleichzeitig sensibilisieren Freiwillige die Erwachsenen der Region.
Ort: Chennai, Indien

Computerkurse in Niassa

RaspberryPi, Sensoren und Co.

In Marrupa (Niassa, Mosambik) wird eine Computerschule eröffnet. Kinder lernen an RaspberryPi-Computern das Programmier-Handwerk. Die Computer werden mit Monitoren, Tastaturen, SD-Karten und Sensoren ausgestattet. Die Stromversorgung gewährleisten Solarzellen, Batterien und das kürzlich aufgebaute Stromnetz. Gleichzeitig nutzt das Projekt die wachsende Anbindung der Region an das Internet, um den Computerschülerinnen und -schülern neue Wissens- und Informationsquellen zu erschließen.
Ort: Niassa, Mosambik

Gewinner/innen 2015

Lesen auf Rädern

Bücherwagen und Vorlesestunden für Straßenkinder

Die verlassenen fünf- bis zwölfjährigen Kinder auf den Straßen von Cagayan de Oro sind in Gefahr, in die Fänge von Drogenhandel und Straßenprostitution zu gelangen. Das Projekt „Lesen auf Rädern” kämpft gegen die Vernachlässigung der Kinder, indem es Begeisterung für Lesen und Lernen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft weckt. Dazu gehen Freiwillige mit Bollerwagen voller Büchern zu den Straßenkindern und lesen ihnen vor.
Ort: Cagayan de Oro, Philippinen

Obdach für Bildung

Lebenshaltungsstipendien für junge Frauen

Fünf Frauen zwischen 18 und 25 Jahren aus ländlichen Gemeinden ohne Zugang zu sekundärer Bildung erhalten eine Unterkunft in Buea, um ihre Ausbildung fortzusetzen und um Zwangsheirat und Menschenhandel zu entgehen. In der Unterkunft werden die Frauen zusätzlich durch eine Mentorin unterstützt, die sie persönlich und praktisch berät. Außerdem bilden die fünf Frauen eine Gemeinschaft gegenseitiger Hilfe, um dem sozialen Elend zu entkommen.
Ort: Buea, Kamerun

Hoffnung für Tomatenbauern

Wasserpumpen für die Landwirtschaft

Zorko/Bongo ist ein ländliches Bauerndorf mit 5.000 Einwohnern im trockenen Norden Ghanas. Fast die gesamte Wirtschaftsleistung wird in der Landwirtschaft erbracht, die von einer einzigen Regenzeit pro Jahr abhängt. Für die Bewässerung der Felder während der Trockenzeit stehen keine Wasserdämme zur Verfügung, so dass die Farmer auf Wasserbrunnen angewiesen sind, aus denen sie Wasser manuell schöpfen. Das Projekt schafft maschinelle Wasserpumpen zur Erweiterung der Ackerflächen an.
Ort: Bongo, Ghana

Gewinner/innen 2014

Weben für Unabhängigkeit

Training und Unternehmensentwicklung für frauengeführte Haushalte im ländlichen Sri Lanka nach dem Bürgerkrieg

In Sri Lanka leben mutmaßlich 115.000 Kriegswitwen. Somit existieren kriegsbedingt über 100.000 Haushalte in Sri Lanka, die alleine von Frauen geführt werden. Sie brauchen eine nachhaltige Einkommensquelle. Das Projekt „Weben für Unabhängigkeit“ stärkt die Fähigkeiten der Frauen in der Textilproduktion und Unternehmensentwicklung. Mit ihren eigenen Kleinunternehmen verbessern sie die Lebensumstände ihrer Familien.
Ort: Wanduragala, Sri Lanka

Schulische Wasserversorgung

Bau einer 2,3 km langen Wasserleitung zu einer weiterführenden Schule

Trinkwasserknappheit ist eines der Hauptprobleme der Menschen in den hügeligen Regionen Nepals. Häufig wird die Hälfte der Tageszeit benötigt, um Trinkwasser von den Hügeln zu besorgen. In Ratmate, Nepal, wird die Shree Ganesh Schule von 600 Schülerinnen und Schülern bis zur 10. bzw. 12. Klasse besucht. Dort gibt es kein Trinkwasser. Eine Wasserleitung ersetzt nun den teilweise gefährlichen Fußweg zum Fluss. Sie versorgt außer der Schule zwanzig Haushalte.
Ort: Ratmate, Nepal

Unterstütze eine Schülerin

Verbesserung des schulischen Erfolges von Schülerinnen

Der schulische Erfolg von Schülerinnen der Klassen 6 bis 8 kann durch postpubertäre Umstände negativ beeinflusst werden. Gestiegene Hygienebedürfnisse durch das Einsetzen der Menstruation, Schwangerschaft von Jugendlichen und frühzeitige - teilweise erzwungene - Heirat beeinträchtigen die Chancen, die schulische Bildung und Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Das Projekt stellt den Schülerinnen wiederverwendbare Hygieneprodukte zur Verfügung und klärt die Schülerinnen über Sexualgesundheit auf.
Ort: Kakamega, Kenia

Gewinner/innen 2013

Reisproduktion und Mango-Konservierung

Installation einer Dreschmaschine und Verbesserung der Ernährung

Gemeinsam mit den Frauen in Nyofelleh, Gambia, ist eine Dreschmaschine für verschiedene Getreidesorten angeschafft und installiert worden. Die Maschine drischt Körner wie Weizen, Reis, Mais, Sorghum, Hirse. Die Dreschmaschine beendet das mühsame Mahlen und Dreschen von Hand. Außerdem lernen die Dorfbewohnerinnen, wie Mangos zu Marmelade verarbeitet werden können, um die Menge an verderbenden Mangos zu reduzieren.
Ort: Nyofelleh, Gambia

Verbesserung von sanitären Schuleinrichtungen

Bau von Schultoiletten

Grundschulen in der ländlichen Region Bansoa erhalten durch das Projekt belüftete Trockentoiletten, um die Ausbreitung von Krankheiten wie Würmer, Durchfall und Cholera zu vermeiden. Das Projekt verbessert Hygiene, Gesundheit und Wohlergehen für 3.000 Schüler und besonders Schülerinnen. Mit Hilfe der Eltern werden die Schulen mit Handwaschseife, Toilettenpapier und Reinigungsmitteln versorgt. Die Trockentoiletten liefern nach zwei Jahren Kompostdünger.
Ort: Bansoa, Kamerun

Erstausrüstungspaketen für Säuglinge und Schulungsprogramme für Mütter

Senkung der Säuglings- und Kindersterblichkeit

Die Sterblichkeit von Säuglingen und Kindern unter 5 Jahren hängt direkt von der Nutzung der Gesundheitseinrichtungen in Ghana und dem Armutsgrad des jeweiligen Haushaltes ab. In Kooperation mit der Hand in Hand Stiftung werden Müttern Hygiene- und Pflegemittel für Kleinkinder überreicht. Ihre Verwendung sowie Bezugsquellen werden erläutert, um die Kindersterblichkeit zu reduzieren.
Ort: Maamobi-Nima, Ghana

Gewinner/innen 2012

Vorschule für Straßenkinder in Dhaka

Einrichtung einer Schule unter freiem Himmel für Überlebenstraining und Bildung

Straßenkindern in Dhaka City fehlen Lebenschancen und Menschenrechte. Die Straßenschule bietet Kinden im Vorschulalter Überlebenshilfen und Grundbildung. Sie umfasst einen Mikrosparplan, der es den Kindern ermöglicht, am Ende ihrer Schulzeit eine kleine finanzielle Starthilfe zu erhalten. Hiermit können sie Investitionen zur Einkommenserzielung tätigen. 200 Kinder werden in das Programm aufgenommen. Die Straßenschule wird von lokalen Universitätsstudierenden unterstützt.
Ort: Dhaka, Bangladesh

Rechtsberatung für Vertreibungsopfer und Flüchtlinge

Kostenfreie Unterstützung für Gewaltopfer zur Durchsetzung ihrer Rechte

Die gewalttätigen Konflikte der letzten 60 Jahre haben in Kolumbien fünf Millionen Menschen im Land vertrieben. Die Opfer leben in extremer Armut und benötigen Orientierung, um ihre Rechte wahrnehmen zu können. Daher ist das erste Ziel des Projektes, den Flüchtlingen Zugang zu Gerechtigkeit, Wahrheitsfindung und Wiedergutmachung zu verschaffen. Vor Ort werden Rechtsberatungstage organisiert. Außerdem fördern gemeinsame Veranstaltungen und Feste die Solidarität unter den Flüchtlingen.
Ort: Soacha, Kolumbien

Gesundheitsvorsorge und -fürsorge für Frauen

Weiterbildung und kostenfreie, regelmäßige Untersuchungen

Gesundheitsvorsorge und -fürsorge sind besonders relevante Probleme in prekären gesellschaftlichen Verhältnissen. Gesundheitsthemen werden besonders in armen Verhältnissen häufig vernachlässigt. Das Projekt kbietet Frauen, die in Armut leben, die Möglichkeit an Seminaren zur Vorsorge und medizinischen Grundversorgunge teilzunehmen. Außerdem wird eine gynäkologische Untersuchung kostenfrei angeboten. Es ergänzt das Mikrokredit-Programm der argentinischen gemeinnützigen Organisation Mujeres 2000.
Ort: Buenos Aires, Argentinien

Kooperationen

Den Commitment Award organisiert die Engagementpreis-Stiftung gemeinsam mit der Brandt School of Public Policy. Die Engagementpreis-Stiftung unterstützt den Verein FES-Ehemalige, der 2017 den Engagementpreis zum elften Mal verleiht.